Fokus: Wie Gefühle entstehen und wie sie gesteuert werden.
Affektregulation: Die Fähigkeit, aufkommende Gefühle zu steuern, anstatt von ihnen überrollt zu werden.
Impulsivität: Ein plötzlicher Handlungsdrang ohne Abwägung der Konsequenzen (z. B. Wutausbrüche oder Geldausgaben).
Dysregulation: Der Zustand, in dem das Nervensystem so überreizt ist, dass eine normale Beruhigung nicht mehr möglich ist.
Innere Anspannung: Ein quälendes Gefühl von Hochspannung, das oft zu Druckgefühlen im Körper führt.
Invalidierung: Wenn die eigenen Gefühle von anderen als „falsch“, „übertrieben“ oder „unwichtig“ abgetan werden.
Trigger: Ein äußerer Reiz (Wort, Geruch, Bild), der eine heftige emotionale Reaktion auslöst.
Selbstverletzendes Verhalten (SVV): Ein Versuch, unerträgliche innere Spannungen durch körperlichen Schmerz zu lindern.
Dysphorie: Eine Mischung aus Traurigkeit, Gereiztheit und Unwohlsein – oft ein Grundzustand bei BPS.
Frustrationstoleranz: Die Fähigkeit, abzuwarten oder Enttäuschungen auszuhalten (bei BPS oft gering).
Skills: Werkzeuge oder Techniken (z. B. Eiswürfel, Atemübungen), um Hochspannung abzubauen.
Fokus: Das instabile Selbstbild und das Gefühl für die Realität.
Fragmentierung: Das Gefühl, innerlich in verschiedene, nicht zusammenhängende Teile zu zerfallen.
Dissoziation: Ein Schutzmechanismus, bei dem man sich von sich selbst oder der Umwelt wie „abgespalten“ fühlt.
Schwarz-Weiß-Denken: Die Tendenz, Menschen oder Situationen nur als „total gut“ oder „total böse“ wahrzunehmen.
Chronische Leere: Ein tiefes Gefühl von Sinnlosigkeit und innerem „Nichts“, das schwer zu füllen ist.
Identitätsdiffusion: Die Unsicherheit darüber, wer man eigentlich ist, was man will oder was man wert ist.
Flashback: Ein plötzliches, intensives Wiedererleben einer traumatischen Situation.
Kognitive Dissonanz: Der Stress, der entsteht, wenn Denken und Fühlen völlig widersprüchlich sind.
Pseudologika: Wenn man sich im Nachhinein logische Gründe für ein rein emotional gesteuertes Verhalten sucht.
Depersonalisierung: Das Gefühl, der eigene Körper oder die eigenen Gedanken seien fremd oder unwirklich.
Derealisation: Die Umgebung wirkt fremd, wie in einem Film oder hinter einer Glasscheibe.
Fokus: Die Dynamik zwischen dem Ich und dem Gegenüber.
Co-Abhängigkeit: Wenn man das eigene Wohlbefinden komplett von der Stimmung oder den Bedürfnissen einer anderen Person abhängig macht.
Verlustangst: Die extreme Panik, verlassen oder zurückgewiesen zu werden, oft schon bei kleinsten Anzeichen.
Idealisierung: Jemand wird als „perfekt“ und „Retter“ wahrgenommen (Gegenteil: Entwertung).
Splitting (Spaltung): Der schnelle Wechsel zwischen extremer Liebe und tiefem Hass gegenüber derselben Person.
Nähe-Distanz-Problem: Der Konflikt, sich nach Nähe zu sehnen, sie aber als bedrohlich zu empfinden, sobald sie da ist.
Objektkonstanz: Die Fähigkeit zu wissen, dass eine Beziehung noch stabil ist, auch wenn die Person gerade nicht da ist oder es Streit gibt.
Projektion: Eigene unangenehme Gefühle (z. B. Wut) unbewusst dem Gegenüber zuschreiben („Du bist doch wütend!“).
Grenzüberschreitung: Das Unvermögen, eigene Grenzen zu wahren oder die Grenzen anderer zu respektieren.
Testverhalten: Das unbewusste „Provozieren“ des Partners, um zu sehen, ob er trotz Schwierigkeiten bleibt.
Symbiose-Wunsch: Das Verlangen nach einer totalen Verschmelzung mit einer anderen Person, um sich sicher zu fühlen.
Fokus: Fachbegriffe aus der Behandlung und Analyse.
DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie): Die gängigste Therapieform bei BPS (Kombination aus Akzeptanz und Veränderung).
Validierung: Das Bestätigen, dass ein Gefühl in einer bestimmten Situation verständlich und berechtigt ist.
Ego-States: Das Modell der verschiedenen Persönlichkeitsanteile (z. B. das verletzte Kind, der strafende Kritiker).
Mentalisierung: Die Fähigkeit, das eigene Verhalten und das der anderen durch dahinterliegende Gefühle zu erklären.
Achtsamkeit: Das bewusste und wertfreie Wahrnehmen des gegenwärtigen Augenblicks.
Radikale Akzeptanz: Das Annehmen einer Situation, so wie sie ist, ohne gegen die Realität anzukämpfen.
Übertragung: Alte Gefühle gegenüber Bezugspersonen (z. B. Eltern) werden unbewusst auf den Therapeuten projiziert.
Gegenübertragung: Die emotionale Reaktion des Therapeuten auf den Patienten.
Strukturniveau: Beschreibt, wie stabil die psychischen Funktionen (wie Selbststeuerung) ausgeprägt sind.
Prognose: Die Vorhersage über den weiteren Verlauf der Erkrankung (bei BPS oft sehr gut durch Therapie).
Fokus: Was im Gehirn und im Körper passiert.
Amygdala-Hyperaktivität: Das „Alarmzentrum“ im Gehirn ist bei BPS überempfindlich und schlägt zu schnell Alarm.
Präfrontaler Kortex: Der Teil des Gehirns, der für Logik zuständig ist; er wird bei Stress oft „abgeschaltet“.
Somatisierung: Psychischer Schmerz, der sich als körperlicher Schmerz (z. B. Druck auf der Brust, Kopfschmerz) zeigt.
Neuroplastizität: Die Fähigkeit des Gehirns, durch Übung (und Therapie) neue, gesündere Bahnen zu bilden.
Stresshormone: Warum bei BPS das Cortisol-Level oft chronisch erhöht ist und man sich „ausgebrannt“ fühlt.
Fokus: Was hilft, stabil zu bleiben (jenseits der Klinik).
Selbstwirksamkeit: Der Glaube daran, dass man schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen kann.
Resilienz: Die psychische Widerstandskraft – wie ein „Stehaufmännchen“-Effekt.
Grenzziehung: Zu lernen, „Nein“ zu sagen, um die eigenen Kapazitäten zu schützen.
Distanzierung: Die Fähigkeit, einen Schritt von den eigenen Emotionen zurückzutreten (Beobachterrolle).
Notfallkoffer (Skill-Kit): Eine physische Box mit Gegenständen, die in Krisenmomenten helfen (z. B. scharfer Kaugummi, Duftöl).